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Sonntag, 8. November 2015

Wieder dicke Beine... :/

Erst einmal möchte ich mich für diese ungewollte Bloggingpause entschuldigen, die war leider so überhaupt nicht geplant. Ich bin vor über einer Woche wieder zurück in meine Wohnung gezogen bzw. habe seit dem angefangen die Wohnung fertig zu stellen und so verbrachte ich viel Zeit im Ikea oder an der Schlagbohrmaschine, dem Staubsauger und damit Kisten zu schleppen.
Seit Montag bin ich auch wieder auf Arbeit und so habe ich oft bis spät in die Nacht geräumt und geputzt. Ich glaub jeder von euch der bereits einmal umgezogen ist oder renoviert hat, weiß, wie viel Zeit sowas in Anspruch nehmen kann.

Dazu kommt, dass ich die Woche so richtig Probleme mit meinen Beinen bekommen habe und mir wirklich Zeit nehmen musste zusätzliche Behandlungen in Anspruch zu nehmen.
Wie bei den anderen Beinlipos war mir klar, dass mit Beginn meiner Arbeit erstmal die Beine wieder etwas anschwellen, denn man sitzt wesentlich mehr als in der Zeit zu Haus bzw. kann oft die Beine beim Sitzen nicht hochlegen, ABER meine Beine sind förmlich explodiert.

gut erkennbar wie dick die Waden sind...zog man die Stiefel aus waren richtige Kanten sichtbar

Das Wasser hat sich dank Schwerkraft so dermaßen in den Beinen gestaut, dass ich unglaubliche 8cm an Umfang an der Wade zugelegt habe. 8 ZENTIMETER! Auf der Waage waren es binnen 24h 3 kg!
Von den damit verbundenen Schmerzen rede ich lieber nicht, denn die Haut musste sich binnen weniger Stunden enorm dehnen und spannte fürchterlich. Ich sah wirklich furchtbar aus. Unter dem Rock und über den Stiefeln quollen die Waden richtig hervor und die Kompri rollte nur so.

Soooo dicke Beine, so schwer, voller Spannungsgefühl und Schmerzen :(

Ja, ich bekam so richtig Panik und wandte mich daher an das tolle Team von Dr. Heck, die einem ja immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Schwester Liz beruhigte mich direkt - sicherlich ist es ungewöhnlich, dass die Beine sooooo sehr an Umfang zunehmen und dicker als vor der US Lipo sind (ich erinnere...die letzte Liposuktion war ja OS Rückseite und nicht die US), aber es ist nicht auszuschließen, zumal ich generell zu sehr viel Wasser in den Beinen neigen. Sie rieten mir sehr eiweißreich zu essen, mich viel zu bewegen und vorallem eins die Beine hochzulegen.
Dazu nutzte ich mehrmals täglich meinen Lymphapress und all das half mir die Beine wieder in "Normalzustand" zu versetzen.


endlich wieder Normalzustand

Das schöne Herbstwetter lud dazu noch ein die Hunderunden noch größer ausfallen zu lassen und nun sind die 8cm und auch die 3kg wieder weg. Meine Güte, was Wasser alles auslösen kann. Ich freue mich aber dennoch, wenn mein Körper sich vollkommen erholt hat und dies nicht nochmal passiert, aber morgen geht die neue Arbeitswoche los...ich hoff ich muss da nicht nochmal durch.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

8.-10. Tag Post OP- Vom Fäden ziehen und blauen Flecken

Endlich kommen sie weg - diese doofen Fäden, die einen, so finde ich, immer sehr in der Bewegung einschränken. Zumindest habe ich immer das Gefühl, wenn ich mich bücke oder strecke, dass die Nähte spannen und meine Angst, dass diese reißen ist sicherlich unbegründet, aber da.
Daher bin ich immer sehr erleichtert, wenn sie endlich weg kommen und ich dann auch endlich mal richtig ausgiebig duschen oder baden kann - oh wie schööön :)

Mittlerweile werde ich auch immer blauer, vorallem in der Kniekehle und im Bereich der Hüfte, aber insgesamt hält es sich sehr in Grenzen. Ganz anders war das Farbspektakel bei der Vorderseite.


Natürlich haben wir heut bei der Physio gleich mal gemessen um zu sehen was sich bislang verändert hat.
An den Oberschenkeln konnte ich bereits jetzt nochmal deutlich den Umfang verringern. So bin ich links von 70,5cm auf 67cm runter und rechts von 71cm auf 69cm. Ich vermute, dass mein rechtes Bein, weil ich Rechtshänder bin auch das laufstärkere ist und ich dadurch einfach mehr Muskelmasse und somit mehr Umfang hier habe. :/ Mh.

Die genauen Maße nach der letzten Oberschenkellipo könnt ihr euch hier nochmal anschauen, sodass ihr nachvollziehen könnt, wo es weniger wurde.
Im Bild sieht es dann so aus (ich bin über diesen riesen Spiegel bei der Physio einfach so dankbar ;)


Ja, das kann sich doch sehen lassen und macht doch einfach happy. 
Ja ja, die Haut hängt, sieht beulig und wellig aus - so what! Ganz ehrlich, jetzt einfach weiter abnehmen, Sport machen und die Haut pflegen und wenns wellig dellig bleibt dann ist dem so. Aufgrund meiner käsigen Beine werde ich diese, außer beim Schwimmen usw., sowieso niemanden so präsentieren. Einen Minirock oder der gleichen strebe ich ebenso wenig an zu tragen und wenn sowieso nie ohne Leggings. ;)

Im Vordergrund steht einfach erstmal die Schmerzfreiheit und sollte der Rest mich doch so sehr belasten, werden wir auch dann eine Lösung finden :)

Dienstag, 20. Oktober 2015

3.-7. Tag Post Op - Schlimmer geht immer...

Als ob die Strapazen rund um die Oberschenkellipo nicht schon groß genug waren, ereilte mich ja direkt nach der Op noch eine fiese Erkältung, die mich mit Fieber, Schnupfen und einer Menge Kopfweh so richtig niederstreckte...aber hey, schlimmer geht immer und so überkam mich am Samstag noch ein fetter Noro Virus, sodass ich die ganze Nacht durchweg nur zur Toilette "rannte"...

Rennen ist ja nach der Lipo nicht gerade das was man gut kann, sodass man schon laufen musste, bevor man eigentlich musste.
Jeder, der schon mal einen richtigen Noro Virus hatte, weiß wie furchtbar das ist und dass man seiner Körperfunktionen oft gar nicht mehr Herr ist.
Nachdem ich aller halben Stunde nicht mehr wusste wo oben und unten ist habe ich dann auch meine Kompri ausgezogen - obwohl ich frisch operiert bin! So what...
Aber bei aller Liebe...es war nicht mehr zu ertragen, sooft alles hoch und runter zu zerren und dann wars sowieso einmal zu spät, sodass ich dann nicht lange überlegen musste mir nichts weiter anzuziehen.


Leider behielt ich auch nichts in mir, sodass die Einnahme von sämtlichen Medikamenten die dagegen hätten helfen können, einfach Sinnlos gewesen wäre. Ja, Salzstangen und Cola konnten meinem dehydrierten Körper auch erst nach 12h etwas helfen. Die Übelkeit hält bis heute immer noch etwas an und macht die Nahrungsaufnahme nur schwer.

Es war kurz um eine scheiß Wochenende, ums mal wortwörtlich zu sagen.
Einen einzigen Vorteil hatte das Ganze aber doch, ich habe satte 4kg verloren - sicherlich viel Flüssigkeit, aber ich bin endlich unter die 112 kg gekommen, die sich so fest an meinem Rockzipfel geklammert hatten. Seit meiner ersten Lipo hat sich nichts am Gewicht mehr getan und egal was ich getan habe, ich bin nie unter diese Zahl gekommen, aber jetzt - also es war mir zumindest ein Foto wert ;)


Bei Dr. Heck in Essen habe ich immer zur Op 112,5kg gewogen, hier immer 114/115kg, sodass ich mich einfach nur richtig gefreut habe, als meine Waage das heut morgen mir angezeigt hatte :)
Juhuu. Da mag man gar nicht wieder Apetitt bekommen und wenn ich jetzt nach Essen fahre um mich nur mal auf der Wunderwaage zu wiegen, na dann bin ich endlich wieder unter den 110kg - Dr. Heck ich kooooommmmeee ;)


Die letzten Tage waren wirklich kein Spaß. Ich war körperlich so kaputt und fertig, dass ich viel gelegen und geschlafen habe. Ich danke euch für euer Verständnis, dass ich nicht groß bloggen konnte und mich erstmal wieder erholen musste.
Zur Physio konnte ich am Montag leider auch nicht, aber als ich Freitag da war, machte ich für euch diesen tollen Schnappschuss. Hier sieht man schon eine deutliche Veränderung. 



Insgesamt ist es unfassbar, wie viel sich für mich verändert hat und ich bin voller Elan jetzt noch mehr aus all dem zu machen. :)


Donnerstag, 15. Oktober 2015

2. Tag Post Op - Ich bin krank

Bereits auf der Heimreise hat es sich schon angekündigt und nun hat es mich volle Breitseite erwischt. 
Als wären die Schmerzen durch die Op noch nicht genug, nein, eine fette Erkältung darf dazu nicht fehlen - es würde ja sonst langweilig werden...
Nun quält mich ein fieser Schnupfen, samt Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Verdammte Axt!

Mit viel Tee, Vitaminen und einer guten Hühnersuppe (danke liebe Mama) versuchen wir von Anfang an dagegen anzukämpfen.
Ich muss glaube nicht sagen, wie ermattend das Ganze ist. Ich fühl mich wie ein erschlagener Fisch...


Dazu kam dass es bei uns über Nacht tatsächlich geschneit hat. Ja, echter Schnee und der blieb auch noch den ganzen Tag liegen, während weitere Flocken vom Himmel schwebten.
Schon fast unwirklich war daher der einstündige Mittagsspaziergang durch das weiße Winterwonderland, aber Bewegung ist wichtig und die frische Luft tut auch der Erkältung gut.


Heute am zweiten Tag nach der Op stand ja auch wieder die erste MLD an und der Verband durfte ab.
Diesmal gibt es kaum Bilder, weil meinen Po mag ich vor euch nicht blank zeigen - irgendwo gibt es Grenzen. Also habt noch etwas Geduld.

Bis dahin kuriere ich mich erstmal aus und melde mich nach einer kleinen Genesungspause wieder.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

1. Tag Post OP - Stau ohne Ende

Nach einer fast schlaflosen Nacht war ich bereits halb 6 frisch gestriegelt und bereit um die Reise nach Hause anzutreten, auch wenn dies noch etwas dauern würde, aber ich war bereit.
Nachdem ich ein kleines Frühstück genoss lernte ich im Empfangsbereich Judith endlich persönlich kennen und wieder war ich einfach nur total erstaunt, wie gut man sich auf anhieb versteht und wie sehr einen diese Krankheit verbindet.

Unseren regen Austausch mussten wir dann wegen der Visite unterbrechen, aber ich war ja auch fürchterlich gespannt, was Dr. Heck zur gestrigen OP zu berichten hat.
Wir sprachen, wie alles bislang verlief und wie es in den kommenden Tagen und Wochen weiter gehen wird. Ein großer Schritt ist gemacht und nun liegt es an mir eine Menge Eigenleistung, Disziplin und Ehrgeiz zu zeigen.
Mein neues Leben, dass ich Dr. Heck und dem gesamten Team zu verdanken habe konnte ich nur noch mit Freudentränen und einer riesen Merci-Packung zum Ausdruck bringen und ich war sehr ergriffen, dass der Doc mich darauf herzlich drückte.

Er sprach mir viel Mut zu und auch die guten Aussichten, dass, wenn ich hart an mir arbeite gute Chancen haben werde in einem Jahr komplett auf die Kompri verzichten zu können und das ist doch mal ein Ziel für was es sich nochmal mehr zu bemühen und zu kämpfen lohnt. 


Während dessen kämpfte sich mein guter Freund Benni quer durch Deutschland. Bereits kurz nach 3 Uhr nachts fuhr er in Bayern los, um mich pünktlich in der LipoClinic abzuholen und mich sicher nach Hause zu bringen.
Bereits im Pott stand er eine Stunde, sodass wir unsere lange Tour kurz nach halb 9 antraten. Vor dieser Rückreise hatte ich wohl am meisten Respekt, denn das Sitzen fiel mir sehr schwer. Doch Hermes, der Schutzgott des Verkehrs und der Reisenden, schien es generell nicht gut mit uns zu meinen, denn von einem Stau kamen wir in den nächsten bis wir auf der A38 aufgrund einer Vollsperrung gar nicht mehr voran kamen. Über 6 h waren wir unterwegs und dies schlauchte uns sehr.

Lieber Benni, ich weiß nicht, wie ich all das in Worte fassen kann, was Du für mich getan hast. Als ich vor Monaten nach Lösungen gesucht habe sicher nach Hause zu kommen, hast Du keinen Moment gezögert und Dich angeboten, Du hast Dir extra Urlaub genommen, bist mitten in der Nacht aufgestanden, los gefahren und Dir war einfach kein Weg zu weit, kein Stau zu lang. Freunde, die so etwas leisten, sind nicht nur wahre, sondern die besten Freunde die man haben kann. Ich bin unendlich stolz auf Dich und das was Du für mich gemacht hast :) Tausend Dank und Du kannst gewiss sein, sollte jemals etwas sein,ich bin auch für Dich bereit all das und noch mehr zu leisten.

Zu Hause wartete Mutti bereits mit ihren richtig leckeren Rouladen samt Klößen und Rotkraut, damit wir wieder zu kräften kommen.

Die Reise hat mich wahrlich geschafft und ich war froh abends, zwar völlig erschöpft und leicht verschnupft, ins Bett zu fallen.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Shake it Baby - OberschenkelliPO

Nun ist es soweit - die aller letzte Liposuktion steht mir bevor und diesmal rückt Dr. Heck meinem "Heck" zu Leibe. Auf dem Programm stehen die Oberschenkelrückseite mit Hüfte und Gesäß.

Nach dem ich mein kleines Zimmer bezogen habe begann die Vorbereitung mit wiegen, fotografieren und dem Umziehen in die schicke Op-Kleidung. 



Diesmal begann das Drama leider bereits vor der Op, denn der Anästhesistin gelang es nicht wirklich mir vernünftig einen Zugang zu legen. :-/ Nach den ersten Fehlversuchen überkam mich dann leider die volle Panik und ich begann fürchterlich zu heulen und dies zog sich dann durch die ganze Op. Da lag er nun der kleine Käfer fett am heulen...:'( 

Den Eingriff selbst merkte ich auch dieses Mal, aber das war im Gegensatz zu den anfänglichen Schmerzen durch den doofen misslungenen Zugang ein Klacks. Ich jammerte und fluchte nun auch hier während der Op...ok ok...man war es ja vom letzten Mal gewöhnt :-D 
Schön ist eben nun mal anders und was soll ich euch vorheucheln?...Aber auch hier sage ich es gern wieder - bei Dr. Heck fühlt man sich wirklich gut aufgehoben, auch wenn man es sich selbst einfacher, schmerzfreier wünscht.


Foto: Praxisteam Dr. Heck / Schwester Liz
Foto: Praxisteam Dr. Heck / Schwester Liz 


Die Op verlief an sich sehr gut und ich konnte ganze 3,8 Liter da lassen. WAHNSINN! Dr. Heck war sichtlich stolz und ich bin es auch - auf ihn und auf mich. 



Ich war sehr erleichtert als es dann trotzdem vorbei war und ich mich in meinem Bettchen ausschlafen konnte. Bis in die Nachmittagsstunden schlief ich fest und ruhte mich gut aus, bevor ich mich kämpferisch zurück meldete.


Alles gut überstanden :-) 

Kaum wieder unter den Lebenden plagte mich dann fürchterlich der Hunger und ihr glaubt gar nicht wie sehr man sich dann über ein einfaches Käsebrötchen und einen super Milchkaffee freuen kann.In der Klinik ist man wirklich rund um gut versorgt. Ein riesen Dank an dieser Stelle auch für die lieben Schwestern, die sich 24h um uns liebevoll kümmern!



Den restlichen Abend verbrachte ich ganz entspannt, soweit man entspannen konnte. Der bekannte fiese "Muskelkater" war prompt da und es ist wirklich furchtbar zu sitzen, vorallem  auf die Toilette zu gehen, aber wenn man den Schmerz einmal überwunden hat und sitzt, sitzt man.
Gefreut habe ich mich auch sehr über meine neue "Heckansicht"...hihi so stolz!



Mittwoch, 7. Oktober 2015

Weg mit den Elefantenbeinen

Als mir Christian heute endlich die Bilder vom letzten Shooting übersandte und ich sie mit den vorhergehenden Bildern verglich blieb mir der Mund fast offen stehen. Ja, man sieht so schon einen enormen Unterschied, diesen aber dann nochmal in Zahlen und in einem direkten Vorher-Nachher-Vergleich deutlich zu gemacht zu bekommen, ist dann doch nochmal ein ganz anderes Ding.

Ich kann an dieser Stelle nur jeden raten unbedingt Bilder zu machen, nicht nur zur Diagnose, sondern auch jeden einzelnen Schritt und Erfolg so fest zu halten - es gibt keine bessere Motivation so auch am Ball zu bleiben.

Aber, wir haben lange genug auf die Bilder gewartet, die übrigens drei Wochen nach der OS-Lipo aufgenommen wurden sind, sodass ich nicht lange drum herum reden will.
Bitteschön:


Fotos: Christian Liebich


Also der Unterschied ist der Wahnsinn. Da ist doch tatsächlich eine "Brücke" zwischen den Beinen. Die Oberschenkel quetschen und reiben nicht mehr so aneinander und dadurch fällt mir das Laufen ja auch so leicht und macht so viel mehr Spaß - ich sag nur wandern!

Mittlerweile sind die Beine weiter abgeschwollen, sodass das Ergebnis nochmal weit aus besser ist, als wie hier auf den Bildern.
Die Oberschenkel sind mit am schlimmsten gewesen, diese enorme Masse, die man nicht mal mit zwei Händen greifen konnte und die irgendwie mir stets so fremd war - ich wollte nie akzeptieren, dass sie zu meinem Körper gehören.
Die unendliche Masse - ich habe mich für jeden einzelnen Zentimeter geschämt, aber nun ist ein großer Teil schon einfach weg.


In den Maßen hat sich das wie folgt bemerkbar gemacht:

Fotos: Christian Liebich
Rechts die Fotoaufnahme ist leider nicht 1:1 wie die linke dargestellt, dadurch wirken die Beine trotz OP massiver.

Auch hier ist sicher noch einiges machbar, wenn das Wasser vollständig aus den Beinen raus ist und die Schwellungen weiter zurück gehen. 
Die Hämatome haben sich rund 5 Wochen gehalten und dabei ihr ganzes Farbspektrum gezeigt.
Rechts die Fotoaufnahme ist leider nicht 1:1 wie die linke dargestellt, dadurch wirken die Beine trotz OP massiver.

Gut erkennbar ist, dass mein Gesäß noch nicht gemacht wurde, sodass der Unterschied nun hier oben sehr amüsant und deutlich ist. Aber mit der nun folgenden letzten Lipo ist auch das endlich vorbei.
Ich freue mich nun auch noch die letzte der vier Liposuktionen endlich angehen zu können, um dann den größten wesentlichsten Schritt getan zu haben. Ich will es einfach nur noch hinter mich bringen, aber ich bin jetzt schon unendlich dankbar für dieses neue Lebensgefühl, für diese enorme Lebensqualität, die mir durch die Lipos zurück gegeben wurde.

Donnerstag, 17. September 2015

Hilfe gegen blaue Flecken

Vielen lieben Dank erstmal für euer tolles zahlreiches Feedback zu meinem letzten Beitrag. Die einzelnen zusätzlichen Probleme habe ich von euch nun alle noch eingepflegt und bin ja doch erleichert, dass wir so zahlreich unter denselben Problemen leiden und man sich das nicht nur einbildet.
Traurig aber auch, dass die Probleme so bestehen, denn das mindert ja die Bereitschaft die notwendige Kompri zu tragen. Ich werde in den kommenden Tagen mal sämtliche Tipps zusammen tragen, um den Problemen entgegen zu wirken :)

Ansonsten habe ich mich in den letzten Tagen sehr viel bewegt - dieses neue leichte Gefühl ist einfach unbeschreiblich, zu mal das Laufen mit dünneren und leichteren Beinen natürlich weit aus einfacher fällt. Die Tage flogen nur so dahin und das Wetter hat richtig Freude gemacht raus zu gehen, zu laufen.
Das Farbenspiel an den Beinen nahm dabei freudig seinen Lauf...


Meine Physiotherapeutin Karo konnt den Anblick nicht länger ertragen und klebte mir bereits letzten Freitag sogenannte Gitterpflaster drauf, die die Resorption anregen sollten...ja das taten sie auch und nun kann man auf meinem Bein wunderbar Tic Tac Toe spielen :D


Nein, sie haben wirklich geholfen, dass die blauen Flecken sich zunehmend schneller auflösen. Vorallem im Innenschenkelbereich war es sehr tiefseedunkelblau bis lila. Ich werde sie mir auf alle Fälle nun selbst mal zu legen.
Leider hat mich aber auch für ganze 3 Tage der Schnupfen gepackt und böse gebeutelt, aber auch das ist mittlerweile gut überstanden. Der Herbst hat eben endlich Einzug :)

Da sich mein Gewicht bislang nicht weiter gerührt hat und das leider seit Monaten und nun seit mehreren Wochen mir immer mehr Haare ausfallen wurde nun zusätzlich meine Schilddrüse kontrolliert (Sono und Blutbild). Naja optisch sieht sie super aus, aber sie muss ja auch funktionieren, wie der Internist richtigerweise sagte. Aber die Befunde lassen nun noch eine Woche auf sich warten...

Um meine Fotostrecke des Vorher/Nachher-Vergleichs zu vervollständigen war ich heute wieder bei meinem Fotografen und wir haben neue Aufnahmen gemacht. Diese werdet ihr dann in der kommenden Woche mit den neuen Maßen zu sehen bekommen :)
Es geht auf jeden Fall bergauf :)

Dienstag, 8. September 2015

Tag 7. Post OP - Fädenziehen

Wow, schon wieder eine Woche ist vergangen seit meiner Oberschenkellipo und rückblickend muss ich sagen ja, es war schlimm und hat mir viele Schmerzen bereitet, aber ein Glück hat man das bereits schon wieder fast vergessen.

Das Anschwellen ist bei weitem nicht so schlimm, wie bei den anderen OPs oder setzt wahrscheinlich erst viel später ein, dafür brennen meine Beine oft und fühlen sich extrem heiß an. Den Panzer ganze 24h zu tragen ist zudem auch nich gerade schön und raubt mir nachts oft den erholsamen Schlaf.

Dennoch erkennt man jetzt schon einen Unterschied zwischen Vorher und Nachher. Meine Mutti war so lieb heute auf der Hunderunde (immer schön bewegen) ein paar Bilder von mir zu machen und ja, ich habe wirklich nur die Kompri und einen Pulli an. Wir sind hier auf einem abgelegenen Wiesenweg wo mich keiner sieht und mich blöd anglotzen kann, da ich immer noch nicht so gut laufen kann, daher stört es niemanden, wenn ich auch nur in Pulli und Kompri rum laufe ;)

Hier die Aufnahmen von meiner Mutti (die richtigen Aufnahmen vom Fotografen kommen noch, hier wollte ich aber diesmal warten, bis ich weitesgehend gut abgeschwollen bin):





Der Unterschied zwischen US und den OS ist durch die OP nicht mehr so gravierend. Der Übergang scheint fließend zu gehen und endlich ist ein richtiges Knie erkennbar.
Ich fühle mich jetzt schon deutlich besser, als mit den 5,3 Litern mehr in den OS. Der tiefe ständige Schmerz ist deutlich weniger, wird aber durch die Schmerzen durch die OP noch überdeckt, sodass ich sicherlich erst in einigen Wochen mehr dazu sagen kann.

Froh bin ich auch, dass die Fäden heute gezogen wurden. Durch das ständige hoch und runter ziehen der Kompri haben sich die oberen Fäden bereits leicht entzündet. Die Kompri hat sicherlich hier stets drüber gescheuert und auch wenn ich alles zurecht gezuppelt hat, blieben die Nähte ab und zu in der Kompri hängen *aua*.

Für das kommende Interview in einem Behindertenmagazin habe ich vor über einer Woche Bilder bei meinem Christian machen lassen, der mich ja hier fotografisch begleitet und die guten Vorher-Nachher-Bilder macht. Das beste Foto davon seht ihr nun rechts als Blogfoto :) Danke mein Christian.
Das Interview müsste nun diese oder nächste Woche stattfinden. Ich bin gespannt und werde euch berichten :)


Sonntag, 6. September 2015

Tag 5. + 6. Post OP - Mal schön entspann voran

Ich freue mich sehr, dass der Herbst endlich da ist und diese bullige Hitze nicht so schnell und nicht mehr so intensiv wieder kommt. Stürmisch ist der passende Begriff, der das Wochende am Besten umschreibt und so lässt sich all das besser ertragen, als im Hochsommer.
Dennoch nervt es mich diese doofe Kompri 7/24 zu tragen. Ich dachte mir nachts mit der Panty mal eine Erleichterung zu verschaffen, aber die ist eindeutig zu klein. Dr. Heck hat sie direkt im OP in der kleineren Nummer gewählt und mich rein gequetscht...ne da ist mir die Kompri doch eindeutig lieber.

Die Wundheilung schreitet irgendwie nur sehr langsam voran und die Beine schmerzen enorm, sobald man sich irgendwie bewegt. Gerade um das rechte Knie brennt es oft und die Lymphknoten in der Leiste sind geschwollen.
Wenn ich aufstehe muss ich mich immer erst etwas "einlaufen" bis man warm ist und es irgendwie rund läuft :D Aber wenn man einmal in Bewegung ist dann geht es ganz gut, wenn auch nicht all zu lang.


Worin ich euch ermutigen wollte ist euch an dem Projekt von Stephie zu beteiligen, zu dem sie in ihrem neuen YouTube Video aufruft. Es ist meiner Meinung nach eine tolle Aktion, der Krankheit Lipödem ein Gesicht zu geben und zu zeigen wie unterscheidlich diese Krankheit ist - sprich jung und alt gleichermaßen betroffen sind, wie unterschiedlich die Ausprägung ist und wie wir zu dieser Krankheit stehen.
Zudem können sich auch Freunde, Bekannte, Verwandte und all jene die mittelbar und unmittelbar betroffen sind sich beteiligen.
Also schaut doch mal rein und macht mit - nicht hätte, könnte, wöllte - sondern machen!



Danke liebe Stephie für Dein Engagement.
Ich wünsche euch einen wundervollen Sonntag und wünsche allen frisch operierten gute Heilung :)

Samstag, 5. September 2015

Tag 4. Post OP - Blau blau blau...

...blüht die Aaaaannnjaaaa und wenn sie geht, tut doch alles weh...lalalallaa

Mit Humor erträgt man alles besser ;)
Aber so kann man es wirklich am Besten ausdrücken. Was gestern nur bläulich schimmerte erstrahlt heute schon wunderbar im satten tiefseeblau bis hin zu lila.



Leider kann die Kamera das nicht so richtig festhalten, denn in Wirklichkeit ist es noch intensiver.
Aber so blau, wie es aussieht, so sehr schmerzt das Ganze leider auch, sodass die manuelle Lymphdrainage wirklich keinen Spaß macht - sorry Karo :/
Manchmal laufen mir einfach die Tränen runter, getreu dem Motto "Der Schmerz verlangt gespürt zu werden!"
Vorallem am Knie ist der Schmerz unbeschreiblich, ABER - und das möchte ich wirklich betonen - es ist aushaltbar, vorallem mit dem Wissen, dass der Schmerz vergänglich ist und die schweren Beine bereits seit der OP nicht mehr in der Art bestehen, wie sie vorher bestanden haben.


Erste Erfolge kann ich euch auch schon mitteilen, denn am Mittwoch habe ich mal meine Oberschenkel bei der Physio gemessen und da waren es mittig ganze 76cm, heute waren es nur noch 75cm und das nach 2 Tagen.
Das heißt die Schwellungen gehen scheinbar schon jetzt langsam zurück - wo ich vermute, dass dies wirklich an diesen Entwässerungstabletten liegt, die ich seit dem ersten Tag nach der OP nehme und so die Schwellungen sich scheinbar gar nicht so doll aufbauen konnten.
Es sind rein pflanzliche Tabletten, die ich bei Rossmann erworben habe, sodass der Wirkstoff, wie man mir in der Apotheke mitteilte, sehr gering ist. Vielleicht ist es auch nur ein Placeboeffekt oder es liegt an der vielen Bewegung und dem kühlen Wetter...wer weiß - Fakt ist: mich freuts.

Viele Fragen haben mich zum Thema Ernährung erreicht:
Seit der Op ernähre ich mich vollkommen normal und ausgewogen. Ich verzichte auch nicht mehr auf Kohlenhydrate, damit mein Körper die notwendige Energie für den Heilungsprozess bekommt. Ich lebe aber auch nicht in Völlerei, aber ab und zu darf es auch mal eine kleine Naschigkeit sein. Heute ist bei uns Stadtfest im Ort und ich hatte so Lust mal auf gebrannte Mandeln...ja verdammt, ich hab die ganze kleine Tüte aufgemumpelt...manno, ich fühl mich selbst schlecht, aber es war auch verdammt lääägggooor. Ich bin eben auch nur ein Genussmensch ;)

Generell bekomme ich viele Mails von euch mit Fragen und oft wiederholen sich diese. Gern mache ich für euch mal einen reinen Frage/Antworten Post.
Also wenn euch Fragen quälen dann schreibt sie mir doch einfach mal an lipoedem.blogspot@gmx.de und ich sammel diese dann mal und eröffne hier mal eine neue Rubrik.

Bis dahin alles Liebe auch für Euch :)

Freitag, 4. September 2015

Tag 3. Post OP - Tagesziele setzen

Ich setze mir ja für jeden Tag ein Ziel was ich erreicht haben will, so war dies heute allein einkaufen zu gehen, was unter den permanenten komischen Blicken aller anderen äußerst unangenehm ist - ja, ich laufe nun mal wie ein Pinguin und das egal, wie sehr ich mich auch bemühe "normal" zu laufen.

Aber es nützt ja nichts, man will ja so schnell wie möglich wieder in seinen normalen selbstständigen Alltag kommen.

Das kurze Einkaufen dauert aber eben auch unter diesen Umständen weit aus länger als üblich, sodass sich meine Eltern schon gesorgt haben. 
Nachdem Einkaufen war ich aber auch wahrlich platt. Es strengt eben jede Kleinigkeit schon wahnsinnig an und ich muss stets aufpassen, dass mein Kreislauf nicht schlapp macht.

Sobald ich nicht Laufe lege ich die Beine hoch und hier leistet mir mein Luri stets gute Gesellschaft :)
Durch das Regenwetter kam dann leider noch leichtes Kopfweh dazu, sodass wir beide doch tatsächlich nach der Mittagsrunde in einen knapp 4h Tiefschlaf fielen. Dies hat mich ehrlich nicht verwundert, da ich Nachts nur sehr schlecht schlafen kann, weil jede Bewegung schmerzt und ich nicht zur Ruhe komme. Der viele Schlaf war bislang immer üblich nach den Lipos und so lassen mich meine Eltern auch schlafen und gönnen mir und meinem Körper die notwendige Ruhe.



Ja, er schläft wirklich so, die alte Eule :D

Danach fiel es mir aber schwer wieder in Gang zu kommen. 
Ich habe mich kurz vor 18 Uhr dann noch aufgerafft ins Sanihaus zu watscheln, um meine Kompressionsstrümpfe abzuholen, die ich vor einer Woche reklamiert hatte.
Meine neuen Kniestrümpfe, die angefertigt werden mussten, gingen bereits nach knapp drei Wochen kaputt und zogen am rechten Schienbein Fäden und sie fielen wieder zu groß aus, obwohl die Maße sich nicht geändert hatten.

Abends ging ich dann das erste Mal ohne alles - klingt irgendwie auch bescheuert, weils ja generell so üblich ist - duschen und so konnte ich mich endlich überall richtig waschen und mal einen ungetrübten Blick auf meine neuen Oberschenkel werfen...



Ja, es wird langsam blau. Vorallem im Schritt auf der linken Seite ist das dunkelblau unverkennbar, aber auch auf dem gesamten Bein schimmert es bläulich durch.
Nun konnte ich die neuen Kniestrümpfe direkt anziehen und die passen ganz gut.
Bevor ihr euch wundert was die Pflaster unterhalb des Knies jeweils zu bedeuten hat - hier sind die offenen Einstichstellen die im Gegensatz zu den restlichen oberhalb des Knies nicht genäht wurden. 
Als der Herzmann mir Mittwoch bei der ersten Physio die Panty auszog klebte die Panty da noch fest und beim ausziehen riss der Grint ab und ich blutete stark aus diesen Stellen. Damit es durch die Kompri dann nicht weiter gereizt wird habe ich wie bei den anderen Lipos auch einfach auf die Stellen Pflaster geklebt. :) 
Gerade die Kniestrümpfe liegen hier mit dem Haftrand auf und das tat mega weh.

Donnerstag, 3. September 2015

Tag 2. Post OP -

Auf den zweiten Tag nach der OP freut sich glaube ich jeder total, denn heute darf man ja den Verband aufschneiden und endlich mal duschen gehen. Dieser furchtbare Geruch der einem umgibt ist einfach nur widerlich. Also Verband ab und Wasser marsch...


Komisch ist es dann dennoch mit der OP-Panty in die Dusche zu steigen - wer geht denn sonst schon mit Kleidung duschen?! Dazu bekommt man auch noch einen richtigen Schreck, wenn man das stark rötlich gefärbte Wasser an den Füßen sieht, aber das Duschen und Waschen tut einfach nur gut.
Danach lag ich erstmal in Handtüchern eingewickelt auf dem Bett, damit ich irgendwie trocken werde, denn danach stand die erste manuelle Lymphdrainage an.


Die erste Lymphdrainage nach der OP ist wirklich nicht gerade angenehm, da man unendlich Druckempfindlich ist, alles sehr schmerzt. Daher war ich sehr froh, dass der Herzmann mich begleitet hat.
Ja, er amüsierte sich schon, wie ich watschelte, hatte aber dennoch Mitleid mit mir, denn es lässt sich für Außenstehende nur erahnen, wie sehr es schmerzt.

Bei der ersten Lymphdrainage kann man dann die frisch operierten Beine auch das erste Mal richtig begutachten und ich war entsetzt, dass ich selbst im Schritt eine Naht hatte - oh je...wie unangenehm *seufz* Aber gut nützt ja nichts.
Nach der MLD musste ich nun die Kompri anziehen, was sich einfach gestaltete als gedacht, aber natürlich trotzdem sehr unangenehm ist.
Vorallem das auf Toilette gehen macht wahrlich keine Freude - immer wieder die Kompri über die empfindlich und sehr schmerzenden Beine ziehen...aua aua aua. Ich mag mich daran wahrlich nicht gewöhnen. 


Trotz Schwellung jetzt schon erkennbar, dass die OS dünner sind ;)

Die Schmerzen sind schon enorm, aber zum Glück stets aushaltbar. Ich nehme auch keinerlei Schmerzmittel, weil ich nicht gerade das Gefühl habe, dass diese mir helfen. Dafür trinke ich viel, nehme neben dem Antibiotika rein pflanzliche Entwässerungstabletten, damit ich dem extremen Anschwellen direkt entgegen wirken kann und dies hilft mir in Verbindung mit meinem Venenkissen, wo ich die Beine stets gut hochlagern kann, erstaunlicherweise gut.
Dazu bewege ich mich viel am Tag, gehe zwei Hunderunden mit, auch wenn ich wie eine Schnecke schleiche.
Ach ja und Thrombose muss ich auch schon wieder spritzen...wie ich es hasse... :(

Ansonsten genieße ich die Zeit mit meinem Luri sehr auf der Couch und versuche für euch den Blog etwas umzustrukturieren, damit ich einzelne Post zum Thema Krankenkasse oder die einzelen Lipos besser wieder findet. Ein Anfang soll die Labelseite rechts sein, hier könnt ihr einzele Stichwörte anklicken und findet dazu alle Postings zu diesem Thema. 

Was mir heute auch sehr am Herzen liegt ist euch das Video unserer Stephie zu zeigen. Sie hat mir ihrem Vlogs uns zu ihren Liposuktionen mitgenommen und nun das große Vorher-Nachher-Video online gestellt. Vielen lieben Dank liebe Stephie für Dein Engagement und Deine Mühe in Sachen Aufklärung :)



Stephie beantwortet hier viele Fragen, die auch mir täglich in euren Mails gestellt werden. Ich bin bemüht jeden von euch zeitnah zu Antworten, aber bitte euch dennoch um Geduld, da es einige Anfragen sind.
Vielen Dank dennoch für die vielen Genesungswünsche, ich freue mich über jede Email :)


Mittwoch, 2. September 2015

Tag 1. Post OP - endlich geht's Heim

Die erste Nacht nach der Lipo war eher schlecht als recht, denn ich habe gefühlt kein Auge zu gemacht, schließlich bin ich Seitenschläfer und daran war nun überhaupt nicht zu denken. Dazu war es irgendwie schwül und ich bin stets durchgeschwitzt aufgewacht, sodass ich freiwillig kurz nach 6 Uhr morgens die Nacht beendete und mich frisch machte.
Danach genoss ich erstmal ein wunderbares Frühstück im Bett und beobachtete das Treiben am Empfang.

 
Danach fand die Morgenvisite mit Dr. Heck statt der ein Resümé über die gestrige OP zog und mehr als zufrieden war. Dazu die bereits bekannten Hinweise und Tipps für die folgenden Tage.

Leider musste ich bereits vor 8 Uhr mein Zimmer für die neuen Patientinnen räumen, aber mein Abholer würde erst halb 10 kommen, sodass ich die Wartezeit bei Dr. Heck in der Praxis auf den wunderbaren weißen super bequemen Ledercouches verbrachte - keine Sorge, wir haben alles sorgfältig ausgelegt damit nichts passiert, aber ausgelaufen bin ich eh nicht mehr. Nun hieß es einfach nur warten...blöd war es alle mal, so raus gekehrt zu werden, aber wenn's nicht anders geht... :/



Dieses Mal konnte ich es kaum erwarten nach Hause zu kommen und ich war so froh, als mein guter Freund Jan sich nach stundenlanger Autofahrt von Coburg aus bis nach Mülheim durchgekämpft hatte.
Bereits seit 5 Uhr morgens war er unterwegs und strotzte dem bösen Regenwetter und dem Stau im Ruhrpott und erreichte die Lipoclinic halb 11. Wir machten direkt los und freuten uns auf die erste große Pause bei Lippstadt. Nach weiteren hunderten Kilometern erreichten wir viertel 5 endlich Meuselwitz und da fiel ich meiner Mama erstmal heulend in die Arme - ich war so erleichtert.

Lieber Jan, vor Dir kann ich mich nur zutiefst verneigen. Über 11 Stunden bist Du nur für mich im Auto quer durch Deutschland gefahren und hast mich sicher nach Hause gebracht. Ohne zu zögern oder mit der Wimper zu zucken hast Du Dich vor Monaten dazu bereit erklärt, Dir extra Urlaub genommen und Dich so abgekämpft. Tausend Dank mein Jan, ich weiß auf Dich kann ich immer bauen!

Zu Hause habe ich mich dann erstmal direkt auf die Couch und die Beine hoch gelegt. Durch das lange Sitzen waren sie wirklich sehr geschwollen und jeder Schritt schmerzte ungemein.
Die Wiedersehensfreude mit meinem Luri war riesig und wir genossen die gemeinsame Zeit auf der Couch sehr.



Außer den regen Austausch mit meinen Eltern über die letzten Tage, ein wenig Katzenwäsche und das Abtippen des Reise- und OP-Berichtes war nichts mehr drin.
Ich hab  mich auch sooo sehr auf mein kühles Bett gefreut, denn auch hier regnete es nun und die Hitze wich einem schönen Herbstregen.

Dienstag, 1. September 2015

3. Lipo - Oberschenkel Vorderseite

Ausgeruht und mit Vorfreude ging es nun zur dritten Lipo, wo die Oberschenkelvorderseite auf dem Plan stand.


Die neue Lipoclinic machte von außen schon mal einen ganz angenehmen Eindruck und ich wurde wirklich überrascht, wie wunderschön es von drinnen ist. Die neuen Räumlichkeiten von Dr. Heck sind liebevoll und warm eingerichtet, sodass man sich sehr wohl fühlt.




In Essen wirkte es aufgrund der überwiegend weißen Farbe alles sehr steril und wirklich sehr nach OP-Bereich.
Hier wurde dies nun strikt getrennt. In der ersten Etage befanden sich die Praxisräume von Dr. Heck, incl. einer Fotowand, wo man nun die Vorher-Nachher-Bilder super machen konnte. Im Erdgeschoss befindet sich der OP Bereich mit den einzelnen Zimmern, wo man die Nacht über verbrachte.


Dr. Heck nahm mich direkt in Empfang und bereitete mich für die bevorstehende OP bereits schon mal vor - sprich: wiegen, fotografieren, anzeichnen und nochmal ein paar allgemeine Fragen und Anregungen.

ein deutlicher Unterschied zwischen den bereits operierten US und den OS

Danach ging es nach unten und ich bekam mein Zimmer mit eigenem Bad zugewiesen mit direkten Blick auf den Empfang, sodass ich alles im Blick hatte. Jeder der kam oder ging, musste an mir vorbei ;)
OP Hemdchen an und schon gings los

immer Positiv
 
Dr. Candras legte mir den Zugang und schwupps war ich im Wunderlang und war, wie hier zu sehen wirklich seelig.

Foto: Team Dr. Heck / Schwester Lisa

...leider hielt dies, wie bei der Unterschenkel OP nicht lange an, sodass ich wieder alles mitbekam. Anscheinend vertrag ich das Propofol nicht, denn wieder hatte ich Atemaussetzer, musste aber zum Glück nicht intubiert werden. 
Noch bevor ich schlief bekam ich diesmal Sauerstoff über die Nase, aber das Glück des wohlverdienten Schlafes war nicht auf meiner Seite.
Her je...es war wirklich furchtbar und ich kann nichts vergleichbares finden, dass diesen enormen Schmerz beschreiben könnte.

Wie mir später bestätigt wurde, habe ich nicht nur laut gejammert, sondern auch richtig böse geflucht und Dinge wie verf**** sche*** gerufen. Dr. Heck lies sich dadurch nicht beirren und saugte fleißig weiter. Später sagte er wohl etwas wie "Sie hat keine gute katholische Erziehung genossen, sie flucht wie ein Mann." :D

Dr. Heck und seine Schwester Fr. Dr. Heck (Gynäkologin)
Foto: Team Dr. Heck / Schwester Lisa

Ich dachte es nur geträumt zu haben, aber ich habe tatsächlich all mein Repertoire an Kraftausdrücken vom Stapel gelassen...naja es tat ja auch weh.

Am schlimmsten war am Ende auch, als man mir das OP-Mieder anzog...ja, man schloss die Tür, damit die anderen Patienten nicht verunsichert werden.
Es war für mich wirklich schlimm, aber ich will nicht, dass ihr Angst bekommt, denn jeder reagiert und empfindet es anders. 
Die anderen beiden Mädels hatten eine super OP, haben kaum etwas gemerkt und hatten nicht solch Probleme, wie ich.
Gründe können dabei ganz verschiedene sein, wie innerliche Unruhe, Aufregung und Angst, aber auch eine körperliche nicht ausreichend gute Verfassung. Das Team um Dr. Heck und Dr. Candras ist wirklich sehr bemüht und liebevoll. Man fühlt sich sicher und gut aufgehoben, dazu kommt, dass man die Schmerzen sehr schnell wieder vergisst und das Positive bald überwiegt.

Nach der OP lief ich schon wieder selbst in mein Zimmer und wurde durch Dr. Candras direkt an den Tropf gehängt, bekam warme Luft unter die Decke, weil mir so furchtbar kalt war und später dann ein wunderbares Frühstück.
Ja, man wird herzlich umsorgt.


Als dann endlich Dr. Heck und seine Schwester kam und mir das Ergebnis der OP zeigten war fast alles wieder vergessen.
Stolze 5,3 Liter reines Fett sind aus den Oberschenkeln verschwunden und ich kann es gar nicht glauben. Ich bin sprachlos und freue mich sehr. Dafür lohnt sich all das dochm, auch wenn die Freude durch die Schmerzen etwas getrübt wird.



Und diese 5,3 Liter sieht man schon, auch wenn hier bereits die Schwellungen begonnen haben. Auch das typische Auslaufen von Wundwasser und der Tumesenzlösung war schon wieder im vollen Gange, aber dies ist denke ich, weit aus besser, als wenn der Körper im inneren all das abarbeiten müsste.

  
Der Körper hat so schon genug zu leisten, denn es ist eine große Wundfläche die nun heilen muss. Besonders merkte ich dies, als ich das erste Mal dann selbst auf der Toilette war und Sonja neben an besuchte um zu fragen, wie es ihr nach der OP geht.

Noch beim Erzählen wurde mir schwummrig und schlecht und ich schaffte es gerade noch zu meinem Bett. Dr. Candras kam direkt zur Hilfe und sagte nur so "Na bekommen wir schon kalten Schweiß auf der Stirn?" Wohl ein typisches Zeichen, wenn der Kreislauf so absackt. Schnell legte er mich ins Bett, schmierte mir ein Brot und brachte mir eine Fritz Kola für den Kreislauf.

Fritz Kola für den Elektrolytehaushalt
 
Ja, Dr. Candras - der Arzt höchst persönlich hat mir ein Brot geschmiert. Ich war ja sowas von perplex. Der Mann ist so liebevoll und bemüht um seine Patienten.
Gegen die starken Schmerzen spritzte er mir dann noch Ibuprofen und schaute ab da an aller paar Minuten bei mir ins Zimmer, um zu sehen, ob der Kreislauf sich stabilisiert.

Ja der Tag war voller Emotionen, Hoch und Tiefs. So viele andere Betroffene haben mir Mut zugesprochen und mich nach der OP aufgebaut. Ich hatte ja leider niemanden dabei, der mir danach Trost spendete und so war ich unglaublich ergriffen als Irene, eine andere Lipifrau, die ich bis dato nur via Facebook kenne, in meiner Tür stand, um mich zu besuchen. Ahhh Irene, vielen lieben Dank nochmal dafür - das war echt ein Highlight für mich und hat mir viel Kraft gegeben.
Obwohl wir uns nicht kennen fühlen wir uns verbunden, weil wir alle ein Schicksal teilen - das Lipödem.

Den Abend liesen wir drei frisch operierten Lipimädels noch mit ein paar Gesprächen und guten Essen ausklingen, bevor wir versuchten dann irgendwie zu schlafen. Am nächsten Tag wird sicher alles schon wieder besser sein.


Anmerkung:
Meckern, fluchen und auch jammern darf ebenso sein, wie die maßlose Freude. Mit meinem Blog möchte ich euch keine Angst machen, sondern zeigen, wie es eben wirklich ist. Es ist eben kein Zuckerschlecken und nichts was man zwischen Tür und Angel macht. Es ist eine richtige Operation, mit all ihren eventuellen Komplikationen, Schmerzen und Folgen. 
Wenn ich hier nur schreiben würde, wie schön alles ist und war, würde man mir das wohl genauso wenig glauben und ich würde euch mit falschen Erwartungen in eure geplanten Lipos schicken. 
Mir war von Anfang an klar, dass das nicht einfach werden wird, nein, ich wusste es wird hart, aber man stellt es sich immer einfacher und unproblematischer vor als es dann ist.